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Erschienen im Penthouse 1987 - von Jessica West Ich betrachte mich als eine kultivierte, weltoffene Frau mit einer ziemlichen Kollektion von Vibratoren und Spielzeugen. Manchmal spielen mein Mann und ich damit und machmal geniesse ich sie allein. Unsere tollen Spielzeuge haben Abwechslung und Intensität in unser Sexualleben gebracht. Aber trotz meiner Erfahrung mit all den sexuellen Hilfen hat mich nichts auf den Sybian vorbereitet. Die unglaubliche neue Sex-Maschine wurde an der Couples 87 - einer Wochenend-Swinger-Versammlung in St. Louis enthüllt. Verkäufer hatten ihre Tische mit allerlei sexbezogenem vollgestellt: Magazine, Videos, Reisepackungen. Aber
die Menge sammelte sich um einen Tisch. Als ich näher kam, sah ich wieso
sie alle so begeistert waren: Alle Augen richteten sich auf einen realistischen
Gummi-Penis, der auf einem Vinyl-Sitz hochstand. Der Penis rotierte und
vibrierte zugleich in einer unglaublichen Geschwindigkeit. Dies waren
Bewegungen, die kein Mann hinkriegen kann - zumindest nicht für längere
Zeit. Nur schon vom Zuschauen, wie dieses "Ding" kreiste, wurde ich sofort
nass und geil. Ich drehte mich zu meinem Mann um, der den Sybian fasziniert
und ehrfürchtig betrachtete. "Es ist mir egal, was es kostet, Honey",
schmeichelte ich ihm, "Kauf mir einfach eine." Alle um uns lachten, nur
der Mann hinter dem Tisch nicht. So lernte ich Sybian und seinem Erfinder,
Dave Lampert, kennen. Sybian - der Name kommt von Sybaris, der antiken griechischen Stadt für freie Liebe und Lust - ist beides: sicher und derb. Sie arbeitet mit zwei 1/50 PS-Motoren und hat zwei unabhängige Regler. Damit können Vibration und Rotation individuell und in einem weiten Geschwindigkeitsspektrum eingestellt werden. Während der Vaginaleinsatz (Gummipenis) in der Vagina rotiert, wird diese zusammen mit dem G-Punkt (Grafenberg Punkt) stimuliert. Gleichzeitig vibriert die ganze Vulva und Klitoris und die Genitalien werden so rasch empfindlich gemacht. Zusammengenommen führen diese Bewegungen zu einem Crescendo von klitoralen und vaginalen Orgasmen. Dieser "joystick extraordinaire" - wie eine begeisterte Frau ihre Erfahrung umschrieb - ist intelligent und praxisbezogen entworfen. Lampert und sein kleines Team von Pionieren haben einfach an alles gedacht. Den Dildo-Einsatz gibt's in verschiedenen Grössen und Dicken. Zum Reinigen und Wegräumen sind sie abnehmbar. Der Sitz selber - wo die Motoren drin sind und die Frau sich rittlings draufsetzen kann und langsam über den Einsatz gleitet - ist aus abwisch- und waschbarem Vinyl. Ein spezielles Frotté-Tuch mit einem Loch in der Mitte kann zusätzlich für Hygiene sorgen. Der Sybian ist zum Wegräumen kompakt gebaut, kann unters Bett geschoben oder im Badezimmer weggeräumt werden, damit es vor Kindern und Putzfrauen sicher ist. Ohne die aufgepflanzten Einsätze ist er eher ein unscheinbares Möbelstück. Die einfach zu bedienende Steuereinheit ist zum Sybian mit einem Kabel verbunden und kleine rote Lichter leuchten auf, wenn die Rotations- und/oder Vabrationsoptionen eingeschaltet sind. Auch eine kleine Bank in braunem Vinyl wird jetzt mitgeliefert. Darauf kann die Frau ihre Ellbogen abstützen, wenn sie nach vorne liegen will. Aber darauf kann auch der Partner sitzen, seine Geliebte in die Arme nehmen und küssen und streicheln, während sie die unglaubliche Sensation eines Sybian-Rittss geniesst. Dave Lampert entwickelte und forschte 14 Jahre, um seinen Robot-Penis zu perfektionieren. "Dies ist kein Sexspielzeug", versichert Lampert, "Es ist ein Durchbruch in künstlichem Geschlechtsverkehr und wurde rücksichtsvoll entwickelt , um als befriedigender sexueller Ersatz für Frauen ohne Partner zu dienen, als eine Ergänzung der sexuellen Beziehung von Partnern und als Hilfe für qualifizierte Sexual-Therapeuten, die mit grundsätzlich orgasmusunfähigen Frauen arbeiten. Nach der Idee für diese Erfindung gefragt, antwortet Lampert: "Ueber die Jahre hörte ich von den Frauen in meiner Tanzklasse immer dieselbe Klage. Sie waren sexuell frustriert. Ihre Partner konnten oder wollten sie nicht befriedigen. Einige sagten, dass ihre Ehemänner aus gesundheitlichen Gründen, wegen ihres Alters oder aus Gleichgültigkeit Erektionsprobleme hatten. Einige der Frauen vertrauten mir an, dass sie noch nie einen Orgasmus hatten. Ich fand das tragisch. Ich könnte Sex nie geniessen, wenn die Frau nicht befriedigt ist." Einen mechanischen Penis nach dem Stand der Technik zu kreieren, der alle bisherigen Angebote in den Schatten stellt, wurde vielleicht zur Obsession von Lampert. Jedenfalls verkaufte er 1985 sein profitables Tanzstudio, um sich ausschliesslich der Entwickelung und Produktion dieses Innen-Massage-Gerätes zu widmen. "Ich wusste, dass die Technologie vorhanden ist, was ich im Kopf hatte, konnte man auch realisieren, aber zuerst musste ich meine Hausaufgaben machen. So las ich mich durch die Sexual-Literatur, sprach mich Sexual-Therapeuten, besuchte Sex-shops und studierte intensiv die Dildos und Vibratoren, die verkauft wurden. Ich befragte viele Frauen und Ehepaare. Ich konnte einen Maschinenbauingenieur zur Mithilfe gewinnen. Der dachte, das ich verrückt sei, aber er fand das Projekt genügend interessant, um mir zu helfen." Dann - vor vier Jahren - konnte Lampert Carolyn anwerben - eine Freundin, die so begeistert vom Projekt und seinen Möglichkeiten wurde wie er. Sie wurde seine Partnerin in diesem Abenteuer und wurde die erste offizielle Testerin. Lampert erzählt: "Natürlich konnte sie tun, was ich nicht konnte - erfahren wie sich das in einer Frau anfühlt. Nach vielen missglückten Versuchen hatten wir dann endlich einen Prototyp nach unseren Wünschen. An der Couples 87 lud Lampert interessierte Frauen und Paare in seine Hotelsuite ein, um den Sybian im privaten Rahmen auszuprobieren. Bevor die privaten Sessions anfingen, organisierte er ein Demonstration vor der ganzen Gruppe. Eine der Frauen - eine attraktive, ungehemmte Swinger-Freiwillige mit der Unterstützung ihres gleichgesinnten Ehemannes übernahm die Hauptrolle. Diese Darbietung war eine der erregensten voyeuristischen Erfahrungen meines Lebens. Eine grosse Gruppe von Männern und Frauen hatte sich versammelt und es wurde viel geflüstert und nervös gelacht, bevor Sally den Raum betrat. Sie trug einen weissen Teddy mit Strumpfband, Strümpfe und keinen Slip. Lampert stülpte ein Kondom über den Gummipenis - was er sehr empfiehlt - und rieb ihn mit einer grosszügigen Menge Gleitmittel ein. Er setzte sich auf die Bank und deutete Sally, sich langsam auf den Dildo zu setzen. Als sie ganz abgesessen war, begann Lampert die Demonstration, indem er den Regler langsam aufdrehte und dann stufenweise die Intensität von Vibration und Rotation erhöhte. Sallys Gesicht begann sich zu verziehen - zuerst mit milder Freude, dann mit wachsendem Unglauben und schlussendlich mit kompletter Hingabe. Ihre Litanei von Stöhnen und Schreien, ihre Nägel die sich in den Rücken des armen Dave Lampert gruben, bewiesen mehr als genug, dass sie in den Wehen einer extremen orgasmischen Exstase war. An einem gewissen Punkt dachte ich, sie würde in Ohnmacht fallen. "Oh Gott, oh nein, oh ja, stopp nicht, harter, schneller, oh wunderbar", stöhnte sie wieder und wieder. Ein kollektiver Seufzer schwebte im Raum - beinahe wie ein kollektiver Orgasmus. Nach etwa 20 Minuten war klar, dass Sally weiter und weiter kommen könnte. Als Lampert die Maschine ausschaltete, vermutete ich, dass vor allem sein Rücken es nicht mehr aushält. Sally schauderte noch für einige Momente von Kopf bis Fuss. Als sie sich erhob, sah ich, dass ihre Knie weich waren. Beifall kam auf und Sally's Ehemann half ihr umsorgend zum Sofa hinüber. Sie lächelte wie eine siegreiche Marathonläuferin, die eben die Ziellinie überschritten hatte und dankte Lampert für das Erlebte. "Das einzige, was ich wissen will, ist, wann kann ich's wieder tun?" hauchte sie. Lampert nahm das nun nasse Kondom und das Frottétuch weg und kündigte noch mal an, dass alle interessierten Frauen und Ehepaare für einen privaten Test mit ihm willkommen seien. Einer der Männer war nicht glücklich. Er sagte der Gruppe in klaren Worten, dass er sich gegenüber dem Ding unzulänglich fühle und bestand darauf, dass die Männer dieses inhumane Stück Ausrüstung mit Streikposten besetzen sollten. Wenn jemand mit ihm einverstanden war, so sage er es zumindest nicht. Aber seine Frau stand auf und sagte, sie denke, dass es höchste Zeit sei, dass jemand so etwas Nutzvolles erfunden habe. Sie werde jedenfalls eine reservieren, ob es ihm nun gefalle oder nicht. Einige Paare versammelten sich um Lampert, um ein Rendez-vous zu vereinbaren. Ich sagte ihm, dass ich über seine Erfindung schreiben wolle und fragte, ob ich an einer der Session dabei sein könne. Das sei nicht seine Entscheidung, meinte er, ich müsste die Leute direkt fragen. Einige winkten ab, weil sie sie lieber zuerst alleine ausprobieren, aber sie würden mir dann gerne über ihre Reaktionen erzählen. Bei andern war ich sogar willkommen, solange ich ihre Namen nicht erwähnen würde. Ich pflanzte mich vor die Hotelsuite und wartet auf das Erscheinen des ersten Versuchskaninchen. Die Wände waren dick, dennoch hörte ich gedämpftes Stöhnen und gelegentlich ein gellender Schrei. Das war alles, was ich draussen tun konnte. Dann kam das erste Paar raus. Die Frau war enorm dick und der Mann war klein und dünn und trug einen Ziegenbart. Sie ging wackelig und wischte Tränen aus ihrem runden Gesicht. Er war konfus, als wüsste er nicht was mit ihm passiert war. Das war ein intimer Moment, aber dennoch fragte ich sie: "Wie war's?" Die Tränen flossen von neuem. "Es war ganz einfach die schönste Erfahrung meines Lebens", schluchzte sie. Sie starrte ihren Mann an und sagte: "Ich wusste nicht, dass es so sein kann. "Was halten sie davon?" fragte ich den Bärtigen. "Ich genoss es ebenfalls", sagte er mit einem scheuen, flüchtigen Blick zu seiner Frau. "Ich hätte ganz einfach nie gedacht, dass Nancy so verrückt dabei werden kann. Ich denke, es ist ein gutes Ding für Paare." "Ich mache eine Diät", sagte Nancy. Es tönte beinahe wie eine Drohung. "Lass uns etwas essen gehen, Honey," antwortete ihr Mann. Ich ging in die Suite, bevor das nächste Paar kam. Ich wollte mich versichern, dass der Sybian noch intakt war. Kein Problem. Soll einer sagen, sie sei nicht stark! Dave Lampert rollte grad ein neues Kondom über. Auf den Sybian, mein ich. Carolyn notierte die Adresse des Paares in ihr Buch. Die beiden haben Interesse, eine für sich zu kaufen. Sie vertraute mir an, dass es sehr interessant sei, anderen Frauen beim Orgasmus zuzuschauen. "Mir war nie bewusst, wie intensiv wir ausschauen, beinahe als ob wir unglaubliche Schmerzen hätten". Sie sagte, dass sie selber immer Mühe hatte, zum Orgasmus zu kommen, aber seit Sybian seien ihre Reaktionen im Bett schneller und intensiver. "Er ist ein wunderbarer Empfindlichmacher." Dann packte sie einen Bündel Brief aus, die sie und Dave von Frauen und Paaren erhalten haben, die den Sybian ausprobieren wollten. Ich nahm sie nach draussen und las sie, während das nächste Paar in die Suite trat. Die Briefe waren faszinierend. Eine 79jährige Witwe erzählte, dass sie mit Sybian mehr sexuelle Befriedigung erlebte als in 52 Ehejahren und die Grosskinder bemerkten es, weil sich ihr Zustand verbessert hätte. Eine geschiedene Mutter von drei Kindern schrieb, dass sie Sybian benutzte, während sie Fernsehen schaute oder Neil Diamond auflegte. Sie wollte einen kaufen, damit sie keine Verabredungen für Sex machen muss. Sie möchte wieder einen Partner finden und dank Sybian kann sie jetzt auf den richtigen warten und wählt nicht nach sexueller Anziehung. Eine Frau in leitender Stellung schrieb, dass Sybian Stress aus ihrem Leben verbannte. Eine andere erzählte, dass Sybian sie von den schwächenden monatlichen Menstruations-Krämpfen befreit hätte. Einige Paare schrieben, dass Sybian ihr Sexualleben dermassen verbessert hätte, dass sie es nicht erwarten könnten, eine eigene zu haben. Ein 29jähriger Junggeselle prahlte, dass seine Freundinnen Sybian dermassen liebten, dass sie ihn drängten, eine zu kaufen. Ich war so in die Briefe vertieft, dass ich beinahe übersah, dass das zweite Paar rauskam: Zwei sehr attraktive Frauen in den 30. Sie wären beide bisexuell, sagten sie mir und sie hätten Sybian zusammen ausprobiert. Eine der Frauen sass auf der kleinen Bank, streichelte der andern die Brüste und küsste sie leidenschaftlich, während Dave die Maschine steuerte. Der einen ihr Ehemann war ebenfalls dabei und hat beide gestreichelt und geküsst. Er war noch im Raum und bestellte bei Dave. Die hübsche Blonde sagte zu mir: "Es ist mein Geburtstagsgeschenk für die beiden, das wir dann alle benutzen können. Vielleicht machen wir eine Geburtstagsparty darum herum und laden noch ein paar Freunde ein, um Sybian kennenzulernen. Von wegen Gesprächsstoff! Nun war es an mir für einen Ritt. Ehrlich, ich war ein wenig ängstlich, trotz aller Beschreibungen dachte ich, dass es sich vielleicht eher wie ein pneumatischer Drill in mir anfühlen würde. Mein Mann hielt mich und Dave drehte den Saft an - sehr langsam. Zuerst fühlte ich fast nichts. Grossartig, wie damals wo ich zum ersten Mal Sex hatte. Was soll all das Getue darum? Dann drehte er mehr auf und die Sensation überrollte mich. Ich war auf der Achterbahn, ging langsam hoch und kam runter in schwindelerregender Geschwindigkeit. Ich kam über den Punkt ohne Wiederkehr. Orgasmen brachen heraus und ineinander. Ich verlor Zeit- und Raumgefühl und vergass die Leute im Raum. Da waren nur Lippen und Hände und dieses nicht zu bremsende menschliche Ding in mir, das mich unbarmherzig weiter und weiter stiess. Ich bockte und stöhnte beim Auf- und Abwärtsbewegen, ein Sklave der Leidenschaft. Ich konnte verstehen, wieso Sally nie Onkel geschrien hätte. Als Dave die Maschine endlich runterdrehte, war ich schweissüberströmt und wahnsinnig befriedigt. Im Stillen dankte ich Thomas Edison für die Erfindung der Glühbirne, weil er den Weg für diese befriedigenste Art der Nutzung von Elektrizität ebnete - Sybian. |
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